23.01.2020

IT-TRANS: Mobilität als digital optimierte Dienstleistung

Erstmals Future Mobility Lab und Award für Start-ups

Digitale Tools haben im ÖPV das Potenzial, dessen Qualität zu optimieren, die Effizienz zu steigern, Kosten zu reduzieren und zur Verbesserung des Fahrgast-Erlebnisses beizutragen. Die Vorteile zeigen sich in Konzepten wie Mobility-as-a-Service (MaaS) und neuen Technologien wie autonomem Fahren. Beiden Themen widmet die IT-TRANS eigene Konferenz-Sessions. Vom 3. bis 5. März setzt sich die weltweit führende Konferenz und Fachmesse in der Messe Karlsruhe mit der digital vernetzten urbanen Mobilität auseinander.

Die rund 150 Referenten der IT-TRANS Konferenz greifen diese Aspekte in 30 Sessions auf. Einer der Redner ist Guillaume Gibon, CEO der Softwarefirma CITiO aus Paris. Er teilt sein Wissen im Vortrag zu „Start-ups as mobility innovator“. Die Session wird thematisieren, wie Behörden und Betreiber des ÖPVs mit neuen Akteuren zusammenarbeiten, um die städtischen Mobilitätssysteme der Zukunft auf einen nachhaltigen Weg zu führen. Gibon ist nicht nur Referent in der Konferenz, sondern auch Aussteller der Fachmesse: „Die IT-TRANS ist eine Pflichtveranstaltung im Transportbereich. Sie ist für uns eine großartige Gelegenheit, unsere Lösung, die Big Data für die Optimierung der öffentlichen Verkehrsnetze einsetzt, auf internationaler Ebene vorzustellen. Dafür nutzen wir beide Plattformen: die Konferenz und die Fachmesse.“

Konferenz und Fachmesse als Networking- und Diskussionsplattform

Nicht nur in der Konferenz, auch in der Fachmesse stellen Branchenexperten ihre Best-Practice-Beispiele sowie neuesten Produkte und Mobilitätsdienstleistungen vor: In den beiden Market Update Foren werden 70 Referenten von Ausstellern wie IVU, INIT, Trapeze, Cityway, Bestmile, Masabi, Grupo Etra, Scheidt & Bachmann und Siemens Mobility ihre Visionen und Erfahrungen teilen. Mobility-as-a-Service (MaaS) und Seamless Mobility sowie Data Analysen, Mobile Ticketing und Integrierte Planungstools für Verkehrsbetriebe sind einige der Themen in den Market Update Foren.

„Die IT-TRANS zeigt, wo digitale Lösungen im öffentlichen Personenverkehr eingesetzt werden können – von Micromobility und Big Data über künstliche Intelligenz bis hin zum Internet der Dinge“, berichtet Projektleiter Jochen Georg. „Unsere rund 280 Aussteller werden ihre smarte Software auf 28.000 Quadratmetern und erstmals in zwei Messehallen präsentieren. Mich freut besonders, dass wir Aussteller aus 34 Ländern in Karlsruhe begrüßen dürfen. Insbesondere aus Großbritannien, Belgien, Spanien und den USA haben wir 2020 deutlich mehr Anmeldungen erhalten.“

Neu: Future Mobility Lab mit Barrierefreiheit und Micromobility

Das neue Future Mobility Lab vereint die Themen e-Charging, Barrierefreiheit sowie Micro und Connected Mobility auf einer Fläche in der Fachmesse. Der Aussteller Stoehr präsentiert seine Ladestationen für Elektrobusse und -autos. INIT zeigt den IT-TRANS Besuchern, wie sich öffentlicher Nahverkehr für Menschen mit eingeschränkter Mobilität oder Seh- und Hörbehinderungen anfühlt. Besucher können bei INIT persönlich erfahren und ausprobieren, wie ein inklusives Reiseassistenzsystem auf ihre spezifischen Bedürfnisse eingeht und ihnen die Teilhabe am ÖPV ermöglicht. Darüber hinaus können Besucher im Future Mobility Lab die e-Scooter des Anbieters VOI in einem Fahrsicherheitsparcours testen. TAF mobile aus Jena präsentiert zudem eine App, die verschiedene Beförderungsmittel auf einer Plattform vereint darstellt und buchbar macht.

Leitstelle simuliert Management komplexer Verkehrssysteme

Erstmals wird bei der IT-TRANS 2020 eine Leitstelle eingerichtet, die live simuliert, wie autonome E-Fahrzeuge in ein Verkehrssystem, in dem sich auch Wagen mit Fahrer bewegen, integriert werden. Die Leitstelle wird vom Schweizer Aussteller Trapeze eingerichtet. Die Software zur Einbindung der selbstfahrenden Fahrzeuge in das Leitsystem liefert dessen Tochterfirma AMoTech. „Mit der Leitstelle werden wir aufzeigen, welche Herausforderungen es beim Management eines komplexen Verkehrssystems gibt“, erklärt Matthias Stahel, Director Corporate and Marketing Communications, Trapeze Switzerland GmbH. „Wenn Fahrzeuge mit Fahrer parallel zu selbstfahrenden Vehikeln im Streckennetz unterwegs sind, gilt es beispielsweise – unterstützt durch Software – zu entscheiden, welcher Bus zuerst in eine Haltebucht einfährt. Bei fahrerlosen Fahrzeugen ist zu klären, wie der Fahrgast sein Ticket erhält, wie viele Fahrgäste sich im Fahrzeug befinden und ob es gesundheitliche Notfälle gibt.“ Die IT-TRANS Besucher können die verschiedenen Beförderungsmittel auf den Monitoren der Leitstelle beobachten, den Disponenten über die Schulter schauen und Fragen stellen.

Eines der im Verkehrsmanagement der Leitstelle abgebildeten Fahrzeuge ist ein selbstfahrender Kleinbus des Herstellers easymile, der auf einer Demonstrationsstrecke für eine Probefahrt bereitsteht.

Erstmals Future Mobility Award für Start-ups

Zum ersten Mal wird anlässlich der IT-TRANS ein Preis an Start-ups verliehen: Mit dem Future Mobility Award werden nachhaltige Mobilitätslösungen für den öffentlichen Personenverkehr ausgezeichnet. Der Preis wird von der Fachzeitschrift Nahverkehrs-praxis, dem Automotive Engineering Network sowie der Messe Karlsruhe während der Karlsruher Networking Night am zweiten Messeabend vergeben. Am Vortag pitchen die Bewerber ihre Ideen, Konzepte und Projekte in der Start-up Zone in der Fachmesse. Eine Expertenjury aus Vertretern der Wirtschaft und Kommunen bewertet die Einreichungen. Bewerben können sich Start-ups noch bis zum 15. Februar – sie müssen dafür nicht Aussteller der IT-TRANS sein.

Innovative Jungunternehmen zeigen ihre Neuentwicklungen auf Gemeinschaftsfläche

Etwa zwanzig Start-ups werden ihre Produkte auf einer gemeinsamen Fläche – der Start-up Zone – auf der IT-TRANS pitchen. Die Start-ups kommen aus China, Israel, Japan, Kanada, Russland und den USA, einigen europäischen Ländern sowie aus Deutschland nach Karlsruhe. Die Beteiligung deutscher Jungunternehmen wird durch das Förderprogramm Junge Innovative Unternehmen vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) bezuschusst.

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