Mobility-as-a-Service (MaaS) und Ride-hailing | IT-TRANS
07.11.2019

Mobility-as-a-Service (MaaS) und Ride-hailing

IT-TRANS 2020: Aussteller zeigen digitale Lösungen für urbane Mobilität (Teil 1)

Zunehmende Verkehrsbelastung im urbanen Raum, Versorgungslücken auf dem Land und der Klimawandel fordern alternative Mobilitätskonzepte, wie MaaS. Beförderungsmöglichkeiten im ÖPV werden vielfältiger, neue Angebote wie Ride-hailing kommen hinzu, was einer stärkeren Vernetzung der einzelnen Verkehrsmittel bedarf. Gleichzeitig steigt das Bedürfnis des Fahrgasts nach Individualität und Komfort. Nur wenn intermodales Reisen einfach ist, sind Fahrgäste bereit, alternative oder ergänzende Transportmittel zum eigenen Pkw zu nutzen. Die IT-TRANS zeigt vom 3. bis 5. März 2020 in der Messe Karlsruhe digitale und am Fahrgast orientierte Lösungen urbaner Mobilität.

moovel bietet Zugang zu verschiedenen Mobilitätsoptionen sowie mobiles Ticketing

Als erste Stadt nutzt Karlsruhe die mobile Ticketing-Lösung der moovel Group, die neben Tickets des lokalen Verkehrsverbundes KVV beispielsweise auch Leihräder in der App such- und buchbar macht. Die Pilotphase hatte der on-demand Ridesharing-Service während der IT-TRANS 2018. Bild: Messe Karlsruhe / Behrendt & Rausch
Als erste Stadt nutzt Karlsruhe die mobile Ticketing-Lösung der moovel Group, die neben Tickets des lokalen Verkehrsverbundes KVV beispielsweise auch Leihräder in der App such- und buchbar macht. Die Pilotphase hatte der on-demand Ridesharing-Service während der IT-TRANS 2018. (Bild: Messe Karlsruhe / Behrendt & Rausch)

Die moovel Group (demnächst REACH NOW) aus Stuttgart – eines der fünf Mobility Joint Ventures der BMW Group und der Daimler AG – gilt als Mobility-as-a-Service-Pionier und hat zum Ziel, Städte durch effiziente Mobilitätslösungen lebenswerter zu gestalten. Mit den moovel transit Produkten stehen White-Label-Lösungen bereit, die im Nahverkehr mobiles Ticketing direkt über das Smartphone ermöglichen. Singulär oder gemeinsam mit transit-Produkten kann eine on-demand Plattform für den ÖPNV genutzt werden. Sie sorgt für ein bedarfsgerechtes Angebot zu allen Tages- und Nachtzeiten. Mithilfe von Routing und Pooling werden verschiedene Anfragen mit ähnlichen Wegstrecken gebündelt und so flexibel an Anforderungen der Verkehrsgebiete und Verkehrsbetriebe angepasst. Als erste Stadt nutzt Karlsruhe die mobile Ticketing-Lösung der moovel Group, die neben Tickets des lokalen Verkehrsverbundes KVV beispielsweise auch Leihräder in der App such- und buchbar macht. moovel testete bereits auf der IT-TRANS 2018 gemeinsam mit dem Karlsruher Verkehrsverbund (KVV) einen on-demand Ridesharing-Service als Pilotprojekt.

Ganzheitliche Softwarelösung für bedarfsgesteuerten Verkehr

Bildunterschrift ESM: Das AnSaT®-System arbeitet mit einem intelligenten Dispositions-Algorithmus, der für effizientes Pooling der Fahrtanfragen und bestmögliches Routing sorgt. Bild: ESM
Bildunterschrift ESM: Das AnSaT®-System arbeitet mit einem intelligenten Dispositions-Algorithmus, der für effizientes Pooling der Fahrtanfragen und bestmögliches Routing sorgt. (Bild: ESM)

Das praxiserprobte AnSaT®-System von ESM aus Hannover vereint on-demand Mobilität, linienorientierten Bedarfsverkehr und Richtungsbandbetrieb. Ein intelligenter Dispositions-Algorithmus sorgt für effizientes Pooling der Fahrtwünsche mit optimiertem Routing. Buchungen werden schnell zusammengefasst und mit den verfügbaren Kenngrößen verglichen, sodass sofort über die Durchführbarkeit entschieden werden kann. Fahrgäste können telefonisch oder via Internet oder App buchen. Die Auftragsübermittlung an das durchführende Unternehmen lässt sich bedarfsgerecht anpassen, ein mobiler Fahrscheindrucker erlaubt den Fahrkartendruck im Fahrzeug. Die Integration bedarfsgesteuerter Verkehre in den bestehenden ÖPNV wird u.a. über den Ausschluss von Parallelverkehr, die Anschlussbindung und die Tarifintegration sichergestellt. Darüber hinaus sind Schnittstellen zu verschiedenen Auskunfts-, ITCS- und Taxivermittlungssystemen im Einsatz.

Siemens Mobility-Familie zeigt MaaS-Lösungen vom Modul bis zum Mobilitätsmarktplatz

Nur wenn intermodales Reisen einfach ist, werden Fahrgäste alternative oder ergänzende Transportmittel zum eigenen Pkw nutzen – Siemens Mobility zeigt auf der IT-TRANS die passenden digitalen Lösungen. Bild: Siemens
Nur wenn intermodales Reisen einfach ist, werden Fahrgäste alternative oder ergänzende Transportmittel zum eigenen Pkw nutzen – Siemens Mobility zeigt auf der IT-TRANS die passenden digitalen Lösungen. (Bild: Siemens)

Gemeinsam mit den Tochtergesellschaften HaCon, Bytemark und eos.uptrade sowie Partner Padam Mobility bietet Siemens Mobility digitale Services und Lösungen, die von Bausteinen oder ganzheitlichen Systemen bis hin zum kompletten Mobilitätsmarktplatz reichen. Dazu gehören Mobility-as-a-Service-Lösungen ebenso wie einzelne Komponenten der intermodalen Reiseplanung, begleitende Fahrgastkommunikation in Echtzeit, mobiles Ticketing und Bezahlung. Flottenmanagement, Fahrplanerstellung und die Integration von Bedarfsverkehren DRT (demand responsive transport) schaffen wesentliche Grundlagen. Mobility Data Analytics schöpfen aus Daten Mehrwert für Transportanbieter und Reisende.

Kontenbasiertes intermodales Mobilitätskonto von Cityway

Best-Practice des Ausstellers Cityway in der französischen Stadt Mulhouse: Mobilitätskonto mit intermodalen Beförderungsmitteln. Bild: Cityway
Best-Practice des Ausstellers Cityway in der französischen Stadt Mulhouse: Mobilitätskonto mit intermodalen Beförderungsmitteln. (Bild: Cityway)

Auf der IT-TRANS stellt Cityway das erste multimodale kontobasierte Ticketing in Europa am Beispiel des französischen Mulhouse vor, mit integrierter Buchung, Nutzung und Bezahlung. Als einer der MaaS-Marktführer im B2G-Bereich bietet Cityway aus Aix-en-Provence Applikationen und Dienstleistungen für multimodale Information, Buchung, Ticketing und ganzheitliche Optimierung der Mobilität. Der intermodale Echtzeit-Routenplaner und APIs integrieren alle Mobilitätsformen eines bestimmten Gebietes: Fußweg, Fahrrad, öffentlicher Transport, Zug, Fähre, Privatauto, Sharing-Systeme, bedarfsorientierter Transport, First-Mile-/Last-Mile-Lösungen, Echtzeit-Verkehrsmeldungen und Parkmöglichkeiten. Ein Fahrpreisrechner ist integriert. Mit einer Anmeldung können Buchung sowie Zugang oder der Ticketkauf für den ÖPV erledigt werden. Alle Cityway-Lösungen sind offen und können über standardisierte APIs in andere marktübliche Open-System-Module integriert werden.

Flexible Anpassung an Nutzer: on-demand Busdienst

Mit DRT-Technologie lässt sich ein on-demand Service individuell gestalten und mit vorhandenen Buslinien synchronisieren. Bild: UFT
Mit DRT-Technologie lässt sich ein on-demand Service individuell gestalten und mit vorhandenen Buslinien synchronisieren. (Bild: UFT)

Utopian Future Technologies (UFT), ein Technologieunternehmen aus Luxembourg, setzt auf DRT-Technologie (demand responsive transport). Die Technologie ermöglicht Bussen und anderen Fahrzeugen, sich flexibel an Nutzeranforderungen anzupassen. Dazu werden Routen entsprechend der Nachfrage dynamisch erstellt. So lassen sich im öffentlichen Verkehr bedarfsgerechte Transportdienste realisieren, die vor allem in ländlichen Gebieten mit geringer Bevölkerungsdichte Vorteile bringen. UFT stellt auf der IT-TRANS seine DRT-Plattform vor und zeigt, wie on-demand Busdienste gestaltet, geplant und betrieben werden können.

Multimodale Plattform für Kommunen

Die Mobility-as-a-Service Plattform des kommunalen IT-Dienstleisters Upstream ist offen für jeden öffentlichen und privaten Mobilitätsanbieter. Bild: Upstream
Die Mobility-as-a-Service Plattform des kommunalen IT-Dienstleisters Upstream ist offen für jeden öffentlichen und privaten Mobilitätsanbieter. (Bild: Upstream)

Als kommunaler IT-Dienstleister im Eigentum der Wiener Linien und Wiener Stadtwerke, bietet Upstream Mobility Produkte und Dienstleistungen an, die sich vordergründig an Kommunen, Städte und (Groß-) Regionen richten. Das Unternehmen bietet individuelle Lösungen bei deren Entwicklung zu multimodalen Dienstleistern im Sinne von Mobility-as-a-Service an. Upstream zeigt die Mobility-as-a-Service Plattform, die jedem öffentlichen und privaten Mobilitätsanbieter gegenüber offen ist. Damit ist der Betrieb mehrerer Front-Ends beziehungsweise Apps möglich, die wiederum am Markt miteinander konkurrieren können.

Internet der Dinge für Bus und Bahn

Fahrgäste können mit der invanto-App den Haltewunsch im Fahrzeug signalisieren. Bild: GeoMobile
Fahrgäste können mit der invanto-App den Haltewunsch im Fahrzeug signalisieren. (Bild: GeoMobile)

GeoMobile aus Dortmund stellt mit ivanto eine Systemlösung vor, die eine Fahrplan-App für Smartphones, einen Fahrzeug-Router mit WLAN-Anbindung und ein Flotten¬managementportal für Verkehrsunternehmen umfasst. Sie erlaubt es, eine Bluetooth-Infrastruktur zwischen Fahrzeugen des ÖPV und Smartphone-App aufzubauen und diese miteinander zu vernetzen. Über die Komplettlösung für Verkehrsunternehmen lassen sich Fahrzeug- und Verkehrsdaten erheben und analysieren. Ziel ist es, die Mobilität barrierefrei, multimodal und nutzerfreundlich zu gestalten.

MaaS-Plattform für nahtloses, intermodales Reisen

Der intermodale Routenplaner von HaCon ermittelt die beste Kombination aus Transportmitteln – zu sehen auf der IT-TRANS. Bildnachweis: mobiliteit.lu
Der intermodale Routenplaner von HaCon ermittelt die beste Kombination aus Transportmitteln – zu sehen auf der IT-TRANS. (Bild: mobiliteit.lu)

Die flexible MaaS-Plattform HAFAS von HaCon aus Hannover vereint Datenbestände und Schnittstellen unterschiedlicher Transportanbieter in einer Reiseauskunft – ganz gleich ob öffentlicher Personenverkehr, Bedarfsverkehre (Demand Responsive Transport), private Transportmittel, Carsharing-Anbieter, Taxis, Straßenverkehrsinformationen, Fahrrad- oder Fußwegrouting. Herzstück der Plattform ist der intermodale Routenplaner, der die beste Kombination aus Transportmitteln zur Verfügung stellt. HAFAS ermittelt dann den günstigsten Preis über alle genutzten Verkehrsmittel und Tarifzonen hinweg. Für einen reibungslosen Betrieb sorgen die Business-Lösungen: Software zum Sammeln und Verteilen von Echtzeitinformationen sowie Systeme für das Störungsmanagement.

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