Internationale Konferenz und Fachmesse

Messe Karlsruhe

6. - 8. März 2018

Infotainment

Um den Fahrgästen den Aufenthalt im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) attraktiver, abwechslungsreicher und kurzweiliger zu gestalten, werden bei vielen Verkehrsunternehmen in Bahnhöfen/Stationen und Fahrzeugen mit Multimedia-Einsatz kombinierte Service-Angebote (Infotainment) mit Fahrgastinformation, tagesaktuellen Nachrichten aus lokaler und überregionaler Politik, Kultur, Sport und Wirtschaft, Wetterbericht, Fernseh- und Kinotipps und Werbung gemacht.

In Bahnhöfen/Stationen sind hierzu Großbildprojektionsflächen auf Tunnelwänden oder zwischen den Gleisen im Bahnsteigbereich angebracht.

Die Beiträge werden in einer Redaktion aus Text-, Foto- und Filmbeiträgen sowie computeranimierten Grafiksequenzen zusammengestellt.
Die Übertragung der Informationen von der Redaktion auf die Projektionsflächen erfolgt online und ermöglicht jederzeit Änderungen und Ergänzungen im laufenden Programm.

In der Regel sind die Informationen auf einen Grundumfang - "Schleife" - von zehn bis fünfzehn Minuten ausgelegt, der laufend wiederholt wird.

Um den Fahrgast auch während der Fahrt aktuell und umfassend mit Informationen zu versorgen, sind in vielen Städten auch in den Fahrzeugen - sowohl Bussen als auch Schienenfahrzeugen - Einzel- oder Doppelbildschirme angebracht worden. Während die Verkehrs-Informationen (nächste Haltestelle, Umsteigebeziehungen, Fahrtweg, aktuelle betriebliche Meldungen o.ä.) aktuell aus dem Rechnergesteuerten Betriebsleitsystem (RBL) des Verkehrsunternehmens kommen, gibt es für das allgemeine Programm mehrere Möglichkeiten: bei fahrzeugautonomen Lösungen wird das Programm im Rechner gespeichert und in der Regel täglich ausgetauscht.

Alternativ kann das im Fahrzeug-Rechner abgespeicherte Programm an definierten Stellen (z.B. Endhaltestellen) "von außen" per Datenfunk aktualisiert werden ("Datentankstellen"), was bereits eine zeitnahe Programmgestaltung ermöglicht.

Schließlich können ständig über Funk, z.B. von einer Programmzentrale aus, neue Informationen eingespeist werden, wofür UMTS, DAB (Digital Audio Broadcasting) oder DMB (Digital Multimedia Broadcasting) genutzt werden. Damit ist ein Höchstmaß an Aktualität möglich.

Beim technischen und laufenden Aufwand hat sich in der Praxis gezeigt, dass die Kosten zumeist aus dem Betrieb der Einrichtungen finanziert werden können. Bei einem Modell stellt die Lieferfirma die Hard- und Software ohne Kosten für das Verkehrsunternehmen zur Verfügung, wobei die Finanzierung über Werbeeinnahmen erfolgt bzw. das Verkehrsunternehmen zumeist sogar an diesen Werbeeinnahmen beteiligt wird als Gegenleistung für Bereitstellung der Werbeflächen.

Oder das Verkehrsunternehmen baut die Anlagen auf eigene Kosten ein und kooperiert in Form einer Public-Private-Partnership mit einem Betreiber (z.B. einer Werbeagentur) für diese Anlagen.
Auch hier ist als Grundumfang des "Infotainment"-Programms eine "Schleife" von zehn bis fünfzehn Minuten entsprechend der mittleren Verweilzeit der Fahrgäste in den Fahrzeugen üblich.

Rückblick IT-TRANS 2016

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