Mobilitätszentralen

In einem multimodalen Mobilitätsangebot, bestehend aus dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV), dem Eisenbahn- und Bus-Fernverkehr, Flug- und motorisiertem Individualverkehr, Fahrradverkehr sowie Mietmöglichkeiten für Fahrräder, Taxis, CarSharing oder Fahrgemeinschaftsbörsen etc. steigt der Informationsbedarf der (potenziellen) Nutzer.

Zunehmend werden nämlich Kombinationen aus bislang eigenständigen Betriebsformen und Verkehrsmitteln angestrebt und zu einer geschlossenen (eventuell intermodalen) Reisekette verbunden.

Dem Verkehrsteilnehmer muss deshalb eine umfassende und intermodale Information über das Gesamtangebot der verschiedenen Verkehrsmittel gegeben werden, damit er die für ihn jeweils günstigste Lösung für einen bestimmten Fahrtanlass auswählen kann. Hierfür sind in vielen Städten sogenannte „Mobilitätszentralen“ eingerichtet worden, die überregionale und systemübergreifende Auskünfte über mögliche Verkehrsmittel sowie deren Reisezeiten und Kosten geben, deren Vor- und Nachteile vergleichen und gegebenenfalls sogar individuelle oder zielgruppenspezifische Lösungen für bestimmte Fahrtwünsche der jeweiligen Kunden bzw. Kundengruppen erarbeiten.

Kerndienstleistungen sind im Wesentlichen ÖPV-bezogene Aufgaben (z.B. auch Information und Buchung von Bedarfsverkehren, Information für Mobilitätsbehinderte oder besondere Serviceleistungen vor, während und nach der Fahrt und Entgegennahme von Anregungen und Beschwerden).
Aus wirtschaftlichen Gründen ist es angeraten, in Kooperation mit Dritten auch Dienstleistungen wie Vertrieb von Veranstaltungstickets, Freizeit- und touristischen Angeboten, Hotel- und Zimmervermittlung, Reisebüro, Reiseversicherungen und Shop-/Merchandising-Artikeln usw. mit aufzunehmen.

Optimal für effiziente Mobilitätsberatung sind direkte persönliche Kundenkontakte, die – um auch die sogenannte „Laufkundschaft“ zu erreichen – in Verknüpfungspunkten der Verkehrssysteme oder sonstigen stark frequentierten zentralen Örtlichkeiten angesiedelt sein sollten. Wenn eben möglich, sollten Beratungs- und Telefondienst räumlich voneinander getrennt sein. Reine Callcenter – z.B. in der Zentrale eines Verkehrsunternehmens oder in dessen Betriebsleitstelle – können zumeist nicht das gleiche umfassende Dienstleistungsangebot erbringen. Bei der Telekommunikationstechnik ist – neben Telefonanlage mit gängigen ISDN-Merkmalen und Internet – Call-Center-Technik mit ACD (Automatic Call Distribution) und CTI (Computer Telephone Integration) mit Steuerung der Auskunftsmasken durch themenorientierte Rufnummern zu präferieren. Routing, d.h. Zusammenschaltung verschiedener Zentralen sollte möglich sein. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben muss die Mobilitätszentrale Zugriff auf die aktuellsten Verkehrsinformationen in den jeweiligen Leitzentralen haben.

Rückblick IT-TRANS 2016

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