06.02.2024

Bühne frei für Frauen im Mobilitätssektor

Karlsruhe: Heimat der IT-TRANS … und Hauptstadt des Female Empowerment

D, E&I, also „diversity, equality and inclusion“ lautet die Formel für Chancengleichheit und Teilhabe, gerade auch im beruflichen Kontext. Wir werfen heute einen Blick auf Gendergerechtigkeit rund um die IT-TRANS und warum Karlsruhe als Standort der Fachmesse und Konferenz für intelligente Lösungen im öffentlichen Verkehrswesen gerade in dieser Hinsicht eine Vorreiterrolle einnimmt.

Die IT-TRANS wie auch ihre Organisatorin, die Messe Karlsruhe, orientiert sich an den 17 UN-Nachhaltigkeitszielen, darunter unter Punkt 5 „Geschlechtergerechtigkeit“ und Punkt 10 „Weniger Ungleichheiten“. Seit November 2023 ist die Messe Karlsruhe auch mit dem Goldstandard für Nachhaltigkeit zertifiziert, EMAS, dem weltweit anspruchsvollsten Umweltmanagementsystem.

Co-Organistor UITP, der Weltverband für den öffentlichen Nahverkehr, legt in Sachen Konferenz ebenfalls Wert auf mehr Sichtbarkeit für Frauen als Speakerinnen, und hat seit dem vergangenen Jahr mit Renée Amilcar, General Manager von OC TRANSPO in Ottawa, Kanada, erstmals eine Präsidentin an seiner Spitze.

Frauen und Männer sind beide tragende Säulen der Branche und damit auch unserer internationalen Fachmesse und Konferenz und sollen die gleichen Chancen erhalten, ihre Expertise mit dem Fachpublikum zu teilen. Doch das Ziel, ein Plus an Sichtbarkeit zu erreichen, geht weit über die IT-TRANS hinaus. Umso dankbarer sind wir, dass sich unser Partner, das Netzwerk Women in Mobility, dieser Mammutaufgabe dauerhaft angenommen hat und am zweiten Messetag vor Ort in Karlsruhe zum Netzwerktreffen und fachlichen Austausch lädt.

Eine Frage der Perspektive

Und warum ist die Sichtbarkeit für und Expertise von Frauen gerade im Mobilitätssektor wichtig? Weil Frauen fachlich eine große Rolle spielen, als Technikerinnen, Straßenbahnfahrerinnen, Vertriebsexpertinnen, Software-Entwicklerinnen, Kommunikationsprofis und Betriebsleiterinnen. Aber auch, weil sie eine ganz eigene Sichtweise auf öffentliche Mobilität haben als ihre männlichen Kollegen. Frauen übernehmen nach wie vor einen großen Teil der Care-Arbeit und nutzen den ÖPV anders: Ihnen fällt auf, welche Hürden sich ihrer gehbehinderten Oma stellen, die sie zum Arzt begleiten, sie nehmen abgelegene, schlecht ausgeleuchtete Haltestellen als potenzielle Bedrohung war und sie wissen, wie beschwerlich es für eine Mutter mit Kinderwagen und Kleinkind an der Hand ist, eine Straßenbahn zur Stoßzeit zu nutzen. Und diese Perspektive lohnt es, eingebracht zu werden!

Karlsruhe: Hauptstadt des Female Empowerment

Übrigens: Seit 2023 ist Karlsruhe Austragungsort des Digital Female Leader Awards (DFLA), des wichtigsten Preises in der weiblichen Digitalszene. Das Event, veranstaltet durch Global Digital Women (GDW) und mit der Stadt Karlsruhe und der Messe Karlsruhe als Mitgastgeber, zeichnet erfolgreiche Frauen in der digitalen Wirtschaft aus, unter anderem in der Kategorie „Mobility“. Vor sieben Jahren erstmals durch Tijen Onaran und ihr Unternehmen GDW initiiert, wandelt sich der Award im Herbst dieses Jahres zum DFLX, dem Digital Female Leader X-Change: Aus einer Preisverleihung mit begleitenden Workshops wird eine Plattform für Vernetzung und Wissensaustausch.

Und was hat das nun wiederum mit der IT-TRANS zu tun? Der DFLA ist der bunte und inspirierende Beweis, dass Digitalisierung und Frauen ein Perfect Match sind und Karlsruhe eine strategische Vorreiterrolle einnimmt, wenn es darum geht, Vordenkerinnen eine Bühne zu bieten!