Pressemitteilungen

2021-07-09
Future Mobility Award 2021 verliehen
Steffen Bilger (l.) und Dr. Frank Mentrup überreichen auf der hybriden Regionalkonferenz Mobilitätswende den Preis des „Future Mobility Award 2021“ an Dr. Isabelle Garzorz vom Start-up cogniBIT. Links oben schwebt h-aero, ein Elektroflugzeug des Baden-Badener Start-ups HybridAirplane. (Quelle: TechnologieRegion Karlsruhe GmbH)
Steffen Bilger (l.) und Dr. Frank Mentrup überreichen auf der hybriden Regionalkonferenz Mobilitätswende den Preis des „Future Mobility Award 2021“ an Dr. Isabelle Garzorz vom Start-up cogniBIT. Links oben schwebt h-aero, ein Elektroflugzeug des Baden-Badener Start-ups HybridAirplane. (Quelle: TechnologieRegion Karlsruhe GmbH)

Mit diesem Preis wurden zum zweiten Mal nachhaltige Mobilitätslösungen ausgezeichnet. Die Jury des Future Mobility Awards würdigte außerdem das Start-up Routago mit einem einmaligen Förderpreis für ihren Beitrag zur Bewältigung einer mobilitätsrelevanten gesellschaftlichen Herausforderung. Dr. Frank Mentrup, Oberbürgermeister der Stadt Karlsruhe, und Steffen Bilger, MdB, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, überreichten auf der virtuellen Regionalkonferenz Mobilitätswende die Trophäe sowie einen Scheck über 5.000 Euro.

cogniBIT („Cognition and behavior in traffic”) ausgezeichnet

Alexander Knorr, Dr. Isabelle Garzorz und Dr. Lukas Brostek sind die Gründer von cogniBIT. (Quelle: cogniBIT GmbH)
Alexander Knorr, Dr. Isabelle Garzorz und Dr. Lukas Brostek sind die Gründer von cogniBIT. (Quelle: cogniBIT GmbH)

cogniBIT ermöglicht es den Herstellern autonomer Fahrzeuge, die sichere Interaktion ihrer Fahrzeuge mit menschlichen Verkehrsteilnehmern effizient und sicher in der Simulation zu testen. Dazu entwickelt das junge Tech-Startup Algorithmen, die das Verhalten von Menschen im Straßenverkehr (z.B. von Autofahrern, Radfahrern oder Fußgängern) realitätsgetreu simulieren. Die Simulationsmodelle von cogniBIT basieren auf neurowissenschaftlichen und sensomotorischen Forschungsergebnissen sowie Methoden der Künstlichen Intelligenz. Im Fokus stehen dabei insbesondere die charakteristischen Eigenschaften und Limitationen menschlichen Verhaltens, wie z.B. ein begrenztes Sichtfeld, variable Aufmerksamkeit und Reaktionszeiten. Hierdurch können kritische Verkehrssituationen, wie Unfälle oder Beinaheunfälle, die für die Entwicklung sicherer autonomer Fahrzeuge besonders wichtig sind, unter realistischen Bedingungen simuliert und analysiert werden.

Mobilität als Voraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe

Der Förderpreisträger Routago ist ein Start-up Unternehmen aus Karlsruhe und Forschungspartner des Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Mit Routago Assist bietet das Start-up eine weltweite sichere Fußgängernavigation, um blinde und sehbehinderte Menschen auf ihren Wegen zu unterstützen. Die einzigartige Fußgängernavigation ermittelt Wege speziell für Fußgänger und unterscheidet sich damit wesentlich von anderen gängigen Navigationssystemen, deren Fokus auf dem Straßennetz für Autos liegt.

Details zum Award und zu den Finalisten finden Sie unter unter www.future-mobility-award.de

2021-07-01
IT-TRANS wird erneut zum Branchentreffen des ÖV

Vom 8. bis 10. März 2022 werden auf rund 28.000 Quadratmetern in zwei Hallen der Messe Karlsruhe digitale vernetzte Mobilitätssysteme präsentiert, die sowohl an den individuellen Bedürfnissen des Fahrgasts ausgerichtet sind und auf eine flexible on-demand-Kombination verschiedener Verkehrsträger aufbauen, als auch Lösungen für Verkehrsunternehmen und deren Verkehrsplanung, Flottenmanagement oder Personalplanung bieten. Die begleitende Konferenz lädt mit 150 Referenten in 30 Sessions zu praxisnahen Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops ein. „Nachdem die IT-TRANS 2020 aufgrund der Entwicklungen rund um das Coronavirus abgesagt werden musste, freuen wir uns sehr, die internationale Fachwelt des öffentlichen Personenverkehrs in unseren Messehallen wieder begrüßen zu dürfen“, sagt Projektleiter Jochen Georg. „Die Relevanz unseres Messethemas ist nach wie vor hoch: bereits 190 Aussteller aus 27 Ländern haben ihre Standflächen gebucht, das entspricht 75 % der Gesamtfläche.“

Future Mobility Award – Verleihung am 7. Juli in Baden-Baden

Nicht nur für bekannte Branchengrößen ist die IT-TRANS eine wichtige Plattform, um ihre Produkte und Dienstleistungen vorzustellen. Auch zahlreiche Start-ups sind mit ihren innovativen Ideen vertreten Die Beteiligung deutscher Newcomer wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des Programms zur Förderung der Teilnahme junger innovativer Unternehmen an internationalen Leitmessen in Deutschland gefördert. Aber auch nicht-deutsche Start-ups erhalten spezielle Konditionen für ihren Messeauftritt.

Bereits im Vorfeld der IT-TRANS werden aufstrebende Jungunternehmen von der Messe Karlsruhe gewürdigt. Gemeinsam mit der Fachzeitschrift Nahverkehrs-praxis und aen – automotive. engineering. network zeichnet die Messe Karlsruhe weltweite Start-ups aus, die zukunftsfähige Ideen und Wege für eine nachhaltige Mobilität konzipieren. Die Bekanntgabe des Gewinners und die Preisverleihung des Future Mobility Award finden im Rahmen der Regionalkonferenz Mobilitätswende am 6. und 7. Juli 2021 in Baden-Baden statt.

Am 6. Juli 2021 erhalten die Finalisten zunächst die Chance, ihr Konzept vor der Expertenjury und einer breiten Öffentlichkeit virtuell zu pitchen. Highlight des Tages wird die Keynote des Fachbereichsleiters Volkswirtschaft und Business Development beim VDV, Verband Deutscher Verkehrsunternehmen e.V., Dr. Till Ackermann. Er spricht zum Thema „Die digitale Transformation des ÖPNV im Spannungsfeld von Politik und Start ups“. Die Verleihung des Future Mobility Award findet dann am 7. Juli statt, das Gewinner-Start-up erhält einen Geldpreis von 5.000 Euro sowie ein professionelles Coaching-Programm. Sowohl die Vorstellung und Auszeichnung der Start-ups als auch alle weiteren Rahmenprogrammpunkte können im Livestream mitverfolgt werden. Weitere Informationen gibt es unter www.future-mobility-award.com.

Intelligente Lösungen für neue Herausforderungen

Eine zentrale Rolle der IT-TRANS werden auch 2022 pandemiebedingte Herausforderungen und Entwicklungen spielen. „Die Auswirkungen der Pandemie werden unsere Branche noch über Jahre begleiten“, weiß Dr. Alexander Pischon, Geschäftsführer des Karlsruher Verkehrsverbunds. „Gerade im Hinblick auf die Veränderungen im Arbeitsalltag, zum Beispiel die vermehrte Verlagerung ins Homeoffice, arbeiten wir an flexiblen und bedürfnisorientierten Lösungen für unsere Fahrgäste.“ So kommen alternative Mobilitätskonzepte, wie Mobility-as-a-Service (MaaS), dem Bedürfnis des Fahrgasts nach Flexibilität und Komfort entgegen. Auch dem erhöhten Informationsbedürfnis der Fahrgäste soll mit intelligenten Softwarelösungen entsprochen werden.

Eine der zentralen Anforderungen bildet die Echtzeitinformation über die Auslastung der Fahrzeuge. Der ÖPNV sieht sich vor die Herausforderung gestellt, sicherzustellen, dass Busse und Bahnen nicht überfüllt sind – auch über die Pandemie hinaus. Der Karlsruher IT-TRANS-Aussteller INIT bietet mit dem System zur Fahrgastlenkung MOBILEguide ein Stufenkonzept, das es Verkehrsunternehmen ermöglicht, die Auslastung ihrer Fahrzeuge zu prognostizieren und die erwarteten Besetztgrade in ihre Fahrgastinformationen zu integrieren sowie für die Betriebssteuerung zu nutzen. In einer Grundstufe erfolgt die Besetztgradinformation anhand von Erfahrungswerten, in seiner Ausbaustufe berücksichtigt MOBILEguide Echtzeit-Fahrgastzähldaten sowie historische Daten des typischen Ein- und Ausstiegsverhaltens an den einzelnen Haltestellen. So können Verkehrsunternehmen ihren Fahrgästen in ihrer Fahrgastinformation, zum Beispiel über Apps, mit höchstmöglicher Genauigkeit angezeigt werden, in welchen Fahrzeugen ihnen voraussichtlich wie viel Platz zur Verfügung steht, sodass sie den gebotenen bzw. gewünschten Abstand wahren oder auch eine geeignetere Alternativverbindung wählen können.

Auch mit ihren anderen Kernthemen widmet sich die IT-TRANS mit ihrer begleitenden dreitägigen Konferenz der zunehmend vielfältigen, digital vernetzten und urbanen Mobilität: So gehören das kontaktlose Ticketing, 5G und Telekommunikation, der Einsatz Künstlicher Intelligenz, Autonomes Fahren, on-demand Mobilitätsangebote, ebenso wie Datenspeicherung und kontrolle zu den Schwerpunktthemen des globalen Branchentreffens und der zahlreichen Fachvorträge der Konferenz. Der dazugehörige Call-for-Papers erfolgt Ende August 2021.

Karlsruhe: Die Modellregion für Mobilität in Europa

Im Bereich Mobilität gilt Karlsruhe als bedeutende Modellregion und etablierter Innovationsstandort. Das intermodale Tram-Bahn-System der Stadt ist international als Karlsruher Modell bekannt. Das 2017 unter der Leitung des Karlsruher Verkehrsverbunds (KVV) ins Leben gerufene Projekt regiomove verbindet öffentliche und private Mobilitätsanbieter und ermöglicht eine Kombination verschiedener Transportmittel. Ob mit Fahrrad, Bus, Zug, Auto, Roller oder Regional- und Stadtbahn – über die gemeinsame regiomove-App werden die Fahrten geplant, gebucht und bezahlt. So wird den Fahrgästen eine nahtlose Mobilitäts- und Servicekette aus einer Hand ermöglicht.

Auch durch die hohe Dichte der angesiedelten Unternehmen aus der Informations- und Kommunikationstechnik sowie die Etablierung der Stadt als drittgrößter IT-Standort Europas ist Karlsruhe seit langem ein weltweiter Vorreiter im Bereich Software für urbane Mobilität; In Karlsruhe werden intelligente Systeme für Verkehrsleitung, -planung und -informationen entwickelt und erprobt, die in aller Welt zum Einsatz kommen. Vor dem Hintergrund ihrer Expertise in diesem Bereich und der namhaften Karlsruher Forschungseinrichtungen engagiert sich die Fächerstadt auch in einer Themenpartnerschaft für das EU-Projekt „Städtische Mobilität“. Zusammen mit der Europäischen Kommission, Mitgliedsstaaten, Experten und Interessengruppen zeigt sich Karlsruhe für das Themenfeld „Urbane Mobilität“ verantwortlich. Der Ausbau des Karlsruher Straßenbahnsystems findet dabei weltweit Anerkennung und festigt die Rolle der Stadt als Modellregion für die Mobilität der Zukunft. Zudem dient Karlsruhe als Testfeld für die Entwicklung autonomen Fahrens. So werden im Projekt „EVA-Shuttle" (Elektrisch-VernetztAutomatisiert) vernetzte und autonom fahrende Mini-Busse in Karlsruhe unter realen Bedingungen, jedoch stets noch mit Sicherheitsfahrer, getestet.

Mit einer Partnerschaft mit dem Weltverband für öffentliches Verkehrswesen UITP in der „UITP Karlsruhe Mobility Innovation Partnership“ wird dieser Vorreiterrolle der Region Rechnung getragen. Untermauert wird die

Partnerschaft mit einem UITP-Verbindungsbüro in Karlsruhe, das ebenso ein Novum darstellt wie das regionale UITP-Regional Training Centre Karlsruhe.

2020-12-03
IT-TRANS überzeugt mit digitalem Auftritt

Die IT-TRANS bedient zum siebten Mal als weltweit führende Konferenz und Fachmesse das Zukunftsthema digital verknüpfter urbaner Mobilität. Aufgrund der Corona-Pandemie vereinte das globale Branchentreffen vom 1. bis 3. Dezember erstmals rein digital 1.750 Experten aus 60 Ländern auf einer interaktiven Event-Plattform. Vertreten waren Teilnehmer aus allen Kontinenten, die sich rege zu aktuellen Herausforderungen innerhalb der Branche austauschten und ihr Netzwerk ausbauten.

Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe

Die Pandemie hat die Implementierung neuer Technologien beschleunigt und gleichzeitig verdeutlicht, wie wichtig die Digitalisierung des öffentlichen Personenverkehrs ist. „Internationale IT- und Mobilitätsexperten fanden sich anlässlich der IT-TRANS zusammen, um gemeinsam über die Zukunft urbaner Mobilität zu debattieren. Eine Plattform, die gerade in dieser unsicheren Zeit, in der vor allem der öffentliche Personenverkehr von großen Umbrüchen geprägt ist, von großer Bedeutung ist. Es wurde geplant und diskutiert, wie Prozesse mithilfe smarter Software optimiert, Fahrgasterlebnisse verbessert und gerade in Zeiten der Pandemie Vertrauen geschafft und eine sichere Nutzung geboten werden kann“, konstatiert Britta Wirtz, Geschäftsführerin der Messe Karlsruhe, welche die IT-TRANS gemeinsam mit dem Internationalen Verband für öffentliches Verkehrswesen (UITP) veranstaltet.

„Wir sind dankbar, dass die IT-TRANS Community die digitale Ausgabe so fantastisch angenommen hat. Diesen Handels- und Informationsplatz für die Branche haben wir dank unserem großen Branchennetzwerk sowie unserer Kompetenz als Veranstalter von realen als auch digitalen Events gepaart mit dem tiefen Branchenwissen der UITP als weltweiter Repräsentant urbaner Mobilität geschaffen. Die 13.600 versendeten Chatnachrichten auf unserer Plattform, die erhebliche Anzahl an Vier-Augen-Gespräche per Videoanruf sowie die Tatsache, dass jeder Teilnehmer insgesamt durchschnittlich an vier Sessions teilnahm belegen deutlich, wie groß der Bedarf an Information und Austausch war“, erläutert Britta Wirtz. „Das Feedback aller Akteure und deren Vorfreude auf 2022 zeigen, dass das persönliche Erleben in unseren Messehallen im IT-Hub Karlsruhe unersetzbar ist.“

Pere Calvet, Präsident der UITP

Diskussionen zum Weg aus der Corona-Krise

„In diesem Jahr haben wir viele Veränderungen erlebt, wenn es darum geht, wie wir uns miteinander vernetzen und Informationen austauschen. COVID-19 hat zudem die Art und Weise verändert, wie Veranstaltungen abgehalten werden und wie wir das Geschehen im öffentlichen Personenverkehr bewerten“, sagt Pere Calvet, Präsident der UITP. „Was wir mit Sicherheit wissen, ist, dass der Sektor uns braucht, um die notwendigen Gespräche fortzusetzen und um die städtische Mobilität voranzubringen. Mit der Umwandlung in eine digitale Ausgabe hat die IT-TRANS eine Plattform dafür geboten. Es war mir ein Vergnügen, zu den Zuhörern zu sprechen und zu sehen, wie Experten zusammenkommen, um darüber nachzudenken, was die Digitalisierung jetzt und in Zukunft für den öffentlichen Verkehr bedeutet.“

Die Konferenz-Sessions, welche live gestreamt wurden, widmeten sich Themen wie mobilem Ticketing, Künstlicher Intelligenz und Internet der Dinge (IoT), Autonomem Fahren, On-Demand und Shared Mobility, Mobility-as-a-Service (MaaS), Datenmanagement sowie intelligentem städtischen Verkehrsmanagement. Mittelpunkt zahlreicher Diskussionen war COVID-19 und die Frage, wie der öffentliche Personenverkehr gestärkt und mithilfe intelligenter Technologien aus dieser Krise kommen kann. Die UITP gestaltete das mit anerkannten Fachleuten besetzte Konferenzprogramm.

Einer der 150 Referenten war Michael Pellot, Director of Corporate Reputation at Transports Metropolitans de Barcelona: „Ich nehme seit der Gründung der IT-TRANS im Jahr 2008 fast ununterbrochen teil, da sie ein internationaler Pflichttermin ist, wenn es um Informationstechnologien für Mobilität und öffentlichen Personenverkehr geht. Obwohl wir uns dieses Jahr leider nicht persönlich treffen konnten, ist die von den Organisatoren gewählte technologische Lösung recht umfangreich und erlaubt es uns, die meisten Ziele der Veranstaltung zu erreichen. Mein Eindruck ist, dass alles auf einem bemerkenswerten Niveau funktioniert hat. Ich hoffe jedoch, dass wir uns bei der nächsten Ausgabe wieder persönlich treffen können.“

250 Unternehmen präsentierten sich virtuell

In 29 Market Update Foren und 45 virtuellen Roundtables präsentierten die 250 teilnehmenden Firmen, Start-ups und Institutionen per Video ihre intelligenten Lösungen und tauschten sich in Kleingruppen über Best-Practice-Beispiele in Städten rund um den Globus aus. „Herzlichen Glückwunsch an die IT-TRANS für die perfekte Organisation dieser Veranstaltung in diesen schwierigen und herausfordernden Zeiten. Obwohl der direkte Kontakt nicht durch eine, im Übrigen sehr gut funktionierende, Online-Plattform ersetzt werden kann, war die Veranstaltung eine gute Gelegenheit, uns zu präsentieren, viel zu lernen und einige gute Kontakte zu knüpfen“, bilanziert Werner Kutil, Business Development des französischen Anbieters Cityway. „Cityway freut sich auf eine erfolgreiche und langfristige künftige Partnerschaft mit der IT-TRANS.“

Zukunftsprognose: Urbane Mobilität im Jahr 2035

Die Konferenz-Session „Public Transport 2035: Digitalisation leading the way“ richtete ihren Blick auf die urbane Mobilität in 15 Jahren. Die gemeinsame Vision der Referenten: Im Jahr 2035 wird es weiterhin Fortbewegungsmittel mit großen Kapazitäten geben, gleichzeitig werden on-demand Angebote ihren Platz im Markt finden. Es wird mit neuen Einnahmequellen experimentiert, an der Verbesserung des Kundenerlebnisses und der optimalen Nutzung der Fahrtzeit gearbeitet. Konzepte wie Mobility-as-a-Service werden weiterhin als Leitgröße angesehen. Essentiell ist deshalb, dass die verschiedenen Mobilitätsangebote noch stärker nahtlos miteinander verknüpft sind. Das wird den Individualverkehr reduzieren und die Menschen davon abhalten, für jede Fahrt ihr eigenes Auto zu nutzen und somit zur Erreichung der Klimaziele beitragen, prognostizierten die fünf Referenten.

Außerdem wiesen die Experten aus Großbritannien, Belgien, Deutschland sowie Los Angeles und New York darauf hin, dass die zunehmende Digitalisierung des Sektors zu einem exponentiellen Datenwachstum führt, was Datenschutz und Cybersicherheit Teil der Diskussion werden lässt. Zudem beschäftigt die Branche auch künftig weiterhin die flächendeckende Einführung zentraler Bezahlsysteme und die Stärkung von Vertrauen und Loyalität bei den Passagieren, gerade mit Blick auf die Digitalisierung des öffentlichen Personenverkehrs.

Gemeinsame Gesprächsrunden aller Teilnehmer bei After Fair

Parallel zur IT-TRANS fand die Taxi & Ride-hailing Conference, ebenfalls als Digital-Event, statt. Die UITP hatte diese zuvor in Dubai und London veranstaltet, bevor sie nun erstmals gemeinsam mit der Messe Karlsruhe ausgerichtet wurde. Beide Expertenkreise trafen sich im Format After Fair nach Ende des jeweiligen Konferenz- und Vortragsprogramms zum Netzwerken und Diskutieren. Søren Sørensen, Smart Mobility Facilitator und MaaS-Botschafter, SFMCON ApS, Dänemark, eröffnete eine Diskussionsrunde in der After Fair: „Ich habe ein informelles virtuelles Get-Together im Format After Fair moderiert, bei dem es darum ging, wie man eine kritische Masse für MaaS schaffen kann: gute Teilnahme und inspirierender Input von allen Teilnehmern. Eine digitale Konferenz kann jedoch nicht die gesamte Erfahrung des physischen Events vermitteln. Ich freue mich darauf, 2022 wieder nach Karlsruhe zu reisen.“

Vorfreude auf Live-Messe in 2022

Projektleiter Jochen Georg resümiert: „Wir sind dankbar, wie flexibel unsere Aussteller, Besucher und Partner diesen Weg mit uns gegangen sind und freuen uns gleichzeitig bereits, die IT-TRANS vom 8. bis 10. März 2022 wieder als Live-Event mit digitalen Komponenten in der Messe Karlsruhe stattfinden zu lassen. Die Planungen dafür haben gemeinsam mit unseren Ausstellern bereits begonnen.“