Internationale Konferenz und Fachmesse

Messe Karlsruhe

6. - 8. März 2018

Bedarfsverkehre

Im „klassischen“ öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) gibt es üblicherweise Linienverkehr mit einem festen Linienweg, einem vorgegebenen Fahrplan und Haltestellen für den Ein- und Ausstieg.

Damit ist er in der Lage, Relationen mit großer, räumlich und zeitlich gebündelter Nachfrage wirtschaftlich anzubieten. In Zeiten und Räumen geringer Nachfrage stößt der konventionelle Linienverkehr aber schnell an seine betrieblichen und wirtschaftlichen Grenzen, so dass ein unzureichendes oder gar fehlendes Angebot für potenzielle Kunden zumeist als Konsequenz Pkw-Nutzung bedeutet. Deshalb wurden zur Ergänzung des Linienverkehrs verschiedene Formen einer in Raum und Zeit flexiblen Bedienung entwickelt und erprobt.

Dabei werden mit kleineren Fahrzeugen (Minibusse, Pkw) bedarfsorientierte Betriebsformen angeboten, bei denen mit dem Zwang der vorherigen Fahrtwunschanmeldung durch den Kunden kostenintensive Leerfahrten vermieden werden. Nach Flexibilität wird zwischen Linien-, Bedarfslinien-, Richtungsband- und Flächenbetriebs-Systemen unterschieden. Beim Richtungsband wird unterschieden zwischen „gebunden“ mit fester Stammstrecke und wenigen Bedarfsabweichungen, „teilgebunden“ mit wenigen festen (z.B. Anfang- und End-) Haltestellen und Bedarfshaltestellen mit (begrenztem) Abstand zur Richtungsachse sowie reinem Bedarfsbetrieb. Dies kann wie beim Flächenbetrieb auch mit Haus-Bedienung erfolgen.

Für diese Angebote gibt es eine Vielzahl von Bezeichnungen wie Anrufbus, Rufbus, Linientaxi, Anruflinientaxi, Anrufsammeltaxi (AST), Ruftaxi, BahnTaxi, RegioTaxi, Veranstaltungstaxi etc. Fahrtwunsch-Anmeldungen erfolgen zumeist per Telefon, aber auch per SMS oder E-Mail.

Anmeldung und Disposition der Bedarfsfahrten können in Betriebsleitstellen der Verkehrsunternehmen, Mobilitätszentralen als lokalen bzw. regionalen Auskunfts- und Buchungszentralen oder auch Taxizentralen eingerichtet werden. Dabei trägt automatische Fahrzeugortung, schnelle Übermittlung und Bearbeitung von Fahrtwünschen und die Ausarbeitung von Fahrtrouten in Abhängigkeit vom aktuellen Bedarf zur Optimierung flexibler Betriebsformen bei. So können durch innovative Technik Fahrtwunsch-Anmeldefristen verkürzt, Wartezeiten und Umwege minimiert, Fahrzeugauslastungen gesteigert, der Personalaufwand für Erfassung und Bearbeitung der Fahrtwünsche sowie Disposition der Fahrzeuge wesentlich reduziert und die Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit der Bedienung verbessert werden.

Von der Zentrale werden die einzelnen Fahrtaufträge oder kurzfristige Änderungen/Ergänzungen zu den Fahrzeugen zumeist per Mobiltelefon oder Sprach- oder Datenfunk erteilt, bei aufwändigeren technischen Lösungen für höheres Verkehrsaufkommen bzw. flexibleren Systemen im Display eines Fahrzeug-Bordrechners. Bei mehreren Fahrzeugen ohne festen Fahrplan im Bedienungsgebiet ist es nur mit computergestützter Tourenoptimierung erreichbar, Fahr- und Wartezeiten gering zu halten und zugleich eine möglichst hohe Auslastung zu gewährleisten.

Rückblick IT-TRANS 2016

Rückblick IT-TRANS 2016

IT-TRANS 2016 schließt mit Rekordzahlen! Hier finden Sie den Rückblick auf die erfolgreiche Veranstaltung.

Rückblick IT-TRANS 2016
Ausstelleranmeldung

Ausstelleranmeldung

Sie interessieren sich für einen Messestand? Hier gelangen Sie zur Standbuchung für die IT-TRANS 2018.

Ausstelleranmeldung