Fahrgastzählung

Eine genaue Kenntnis der Fahrgastzahlen und ihrer räumlichen und zeitlichen Verteilung ist aus planerischen, betrieblichen, wirtschaftlichen und finanzierungstechnischen Gründen für Verkehrsunternehmen unerlässlich.

Durch Auswertung des Verkaufs der Fahrausweisarten ist zwar eine Ermittlung der Gesamttransportleistung eines Unternehmens in einem bestimmten Zeitraum (Monat, Jahr) möglich. Dies ist aber nicht hinreichend als planerische Grundlage für genauere linienbezogene Analysen. Für Grundsatzuntersuchungen (z.B. eine umfassende Liniennetzanalyse) oder spezielle Fragestellungen (z.B. Kundenzufriedenheit) können manuelle Zählungen und Befragungen sinnvoll sein, müssen jedoch wegen des Aufwands auf Einzelfälle und/oder Erhebungen mit geringem Stichprobenumfang oder Erhebungen in größerem zeitlichen Abstand (meist auf fünf Jahre und mehr) beschränkt bleiben.

Um die erforderlichen Daten mit vertretbarem Aufwand regelmäßig zu erheben, wurden daher automatische Erfassungstechniken entwickelt. Dazu werden im Fahrzeug-Türbereich Messeinrichtungen angebracht, wobei unterschiedliche technische Lösungen – Trittmatten, Lichtschranken und Infrarotsysteme – zum Einsatz kommen. Deren Einsatz hat sich im Betrieb auch unter ungünstigen Einflüssen wie Erschütterungen, Temperaturschwankungen und Witterungseinflüssen bewährt.

Beim Einbau von Trittmatten wird der Zählvorgang durch Betreten der Fahrzeugstufen ausgelöst, wobei nicht zwischen der Erfassung ein oder mehrerer Personen differenziert werden kann, wenn diese gleichzeitig auf die betreffende Matte treten. Der Einsatz bei stufenlosen Fahrzeugen scheidet aus.

Wenn Lichtschranken installiert worden sind, wird jeweils beim Betreten und Verlassen des Fahrzeuges vom Fahrgast ein Lichtstrahlgitter unterbrochen. Auch dieses Verfahren liefert nur mit einer Vereinzelung in Spur und Bewegungsrichtung zuverlässige Ergebnisse.

Aktive Infrarotsysteme senden gepulste Infrarotsignale aus, die von den ein- und aussteigenden Fahrgästen reflektiert und von Infrarotsensoren aufgefangen werden. Je nach Breite der Türen werden i.d.R. ein bis vier Sender-/Empfängerpaare angeordnet. Einschränkungen wie bei Trittstufen und Lichtschranken gibt es hier nicht.

Mit passiven Infrarotsystemen wird die Wärmeabstrahlung der Fahrgäste durch einen Infrarotempfänger erfasst, wobei je Tür nur ein bis zwei Sensoren eingebaut werden müssen. Schließlich kann mit einer Chipkamera und für das menschliche Auge nicht sichtbarer Infrarotbeleuchtung im Türbereich eine dreidimensionale Abbildung erzeugt werden.

So lassen sich durch den Einsatz von mit Zählgeräten ausgestatteten Fahrzeugen im gesamten Netz des Verkehrsunternehmens Hochrechnungen für aussagekräftige Statistiken erstellen, wobei die Genauigkeit vom Stichprobenumfang abhängt. Durch den Einsatz unterschiedlicher Lösungen im Bereich des Fahrgeldmanagements wie Check-in-/Check-out oder Be-in/be-out können auch auf diesem Wege Fahrgastzählungen durchgeführt werden.

Rückblick IT-TRANS 2016

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IT-TRANS 2016 schließt mit Rekordzahlen! Hier finden Sie den Rückblick auf die erfolgreiche Veranstaltung.

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