Internationale Konferenz und Fachmesse

Messe Karlsruhe

6. - 8. März 2018

Sicherheit

Die Sicherheit im öffentlichen Personennah-verkehr (ÖPNV) ist ein zentrales Aufgabengebiet der Verkehrsunternehmen.
Der Begriff „Sicherheit“ teilt sich in die Bereiche „Safety“ und „Security“. Dabei meint Safety oder auch Betriebssicherheit die Gefährdungspotenziale technisches Versagen, menschliches Fehlverhalten, organisatorische Mängel und höhere Gewalt. Security umfasst die vorsätzlichen Handlungen Dritter wie beispielsweise Vandalismus oder Gewalttaten.

Die Verkehrsunternehmen haben bereits viele in der Praxis bewährte Konzepte zum Schutz der Fahrgäste und Mitarbeiter, der Unternehmenswerte und des Fahrbetriebs (Störungsmanagement, Notfallmanagement, Brandschutz, Arbeitssicherheit und andere).

Im Bereich „Safety“ haben die Verkehrsunternehmen bereits viele Maßnahmen umgesetzt, die Fahrgästen eine sichere Nutzung von Bus und Bahn gewährleisten. Die Unfallstatistiken machen es deutlich: Bus und Bahn sind die sichersten Verkehrsmittel. Das Risiko, in Bus, Straßenbahn oder Eisenbahn tödlich zu verunglücken, ist mehr als 20 Mal geringer als beim Autofahren.

Durch die immer größer werdende Abhängigkeit der ÖPNV-Betreiber von komplexen technischen Systemen werden die Systeme aber in gleichem Maße auch verwundbarer, so dass der Bereich „Cyber Security“ zunehmend an Bedeutung gewinnt. Und da der ÖPNV ein sehr offenes, leicht nutzbares und anonymes System ist, das täglich von Millionen Menschen genutzt wird, macht ihn das leider auch attraktiv für Kriminelle wie z.B. Taschendiebe oder gewalttätige Menschen. Das Sicherheitsempfinden bei den Fahrgästen ist wesentlich für ÖPNV-Betreiber und für die weitere Steigerung der Fahrgastzahlen.

Deshalb werden zunehmend Notruf- und Informationssäulen (NIS) und Wechselsprechanlagen sowie Videokameras zur Überwachung von Haltestellen und Bahnhöfen, vor allem auch schlecht einsehbarer Bereiche, Fahrtreppen, Aufzügen und Fahrausweisautomaten, aber auch Fahrzeugen eingeführt. Videoüberwachung von Betriebshöfen und Abstellanlagen kann auch ganz wesentlich zur Verringerung von Vandalismus-Schäden und damit der Reduzierung von Kosten für die Reparatur zerstörter oder beschädigter Infrastruktur beitragen.

Darüber hinaus sind intelligente Überwachungssysteme mit Gesichtserkennung, der Entdeckung von Eindringlingen oder der Erkennung von stehen gelassenen Gepäckstücken in der Entwicklung. Schließlich bedarf es neben der Erstellung von Sicherheitskonzepten sowie der Zusammenarbeit mit der Polizei in sogenannten Ordnungspartnerschaften auch der weiteren Schulung bzw. Weiterbildung der Mitarbeiter zu Fragen der Sicherheit und Deeskalation.

Die dargestellten technischen Möglichkeiten zur Erhöhung der Fahrgastsicherheit und zur Eindämmung des Vandalismus im ÖPNV durch Videoüberwachung stellen neben bemerkenswerten Chancen aber auch ein zu beachtendes Risiko des Eingriffs in die Persönlichkeitsrechte und des notwendigen Datenschutzes dar.

Rückblick IT-TRANS 2016

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