Von litauischer Großstadt bis bayerischem Verkehrsverbund: ein ÖV-Tool für jeden Bedarf
Wie sich mit einem Tool der öffentliche Verkehr in den unterschiedlichsten Kontexten verbessern und digitalisieren lässt.
Inhalt:
1. Entwicklung des ÖVs
2. Eine Plattform – viele Perspektiven
3. Kaunas: Liniennetze entschlacken, Fahrgastzahlen steigern
4. Solihull: Erreichbarkeit verbessern, Umstiege vermeiden
5. TTK: Beratung effizienter und nachvollziehbarer gestalten
6. AMINA: Datenbasiert in die Zukunft
7. Warum es funktioniert: einfach, transparent und praxisnah
8. Kein technologisches Luxusprojekt
Entwicklung des ÖVs
Nachdem die Fahrgastzahlen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) durch die Corona-Pandemie stark zurückgegangen waren, steigt die Nachfrage seit dem Jahr 2022 wieder an. So befördern z. B. die VDV-Mitgliedsunternehmen jeden Tag 26 Millionen Fahrgäste deutschlandweit mit Bus und Bahn. Statista erwartet, dass das Marktvolumen des öffentlichen Verkehrs (ÖV) weltweit auf 313,570 Mrd. € ansteigt, was einem jährlichen Wachstum von 3,14% (Compound Annual Growth Rate 2025-2030) entspricht. Aber gerade kleinere oder weiter abgelegene Gemeinden verzeichnen einen Rückgang der Fahrgastzahlen, da oft Angebot und Nachfrage immer weiter auseinanderliegen.
Dennoch geht man von einer weltweit ansteigenden Bedeutung des ÖVs aus. Und obwohl viele Städte und Gemeinden ihr eigenen Charakteristika besitzen: Die Herausforderungen im öffentlichen Verkehr gleichen sich. Auf der einen Seite wachsen die Pendlerströme aus dem Umland. Auf der anderen Seite steigen die Anforderungen an Datenqualität und Effizienz sowie der Druck zur Erreichung von Klimazielen. Städte und Regionen unterschiedlichster Größe, Struktur oder Verwaltungsform suchen nach Lösungen: Sie möchten ihren öffentlichen Verkehr nicht nur modernisieren, sondern auch effizient und zukunftsfähig gestalten. Die Fragestellung ist also identisch – kann die Lösung es auch sein?
Eine Plattform – viele Perspektiven
Ob Stadtverwaltung, Verkehrsverbund oder ÖV-Consultant – alle Verkehrsplanende benötigen Werkzeuge, die komplexe Verkehrssysteme besser planbar machen. In der Praxis zeigt sich jedoch oft: Die verfügbaren Systeme sind zu technisch, zu aufwendig oder nicht auf die Bedürfnisse einzelner Nutzergruppen abgestimmt.
PTV Lines tritt als browserbasiertes Planungstool an, um diese Lücke zu schließen. Die cloudbasierte Software vereinfacht die Linien- und Fahrplangestaltung, ermöglicht einen intuitiven Zugang zu datenbasierten Analysen und visualisiert anschaulich die Optimierungspotenziale – und das ohne tiefgehende Modellierungskenntnisse. In mehreren europäischen Projekten hat die Lösung bereits bewiesen, wie ein Tool verschiedenen Akteuren bei der Transformation des ÖPNV helfen kann.
Kaunas: Liniennetze entschlacken, Fahrgastzahlen steigern
In der litauischen Stadt Kaunas schrumpfte die Bevölkerung im Zentrum, während die Vororte wuchsen. Das bestehende Busnetz wurde den veränderten Anforderungen jedoch nicht gerecht. Viele Linien verliefen redundant durch die Innenstadt, was zu langen Wartezeiten und einem ineffizienten Betrieb führte.
Mit PTV Lines erstellte das Verkehrsunternehmen Kauno Autobusai ein digitales Modell des Liniennetzes. Durch die Analyse von Bewegungsdaten und einer Herkunft-Ziel-Matrix (OD-Matrix) konnten überlappende Streckenführungen – etwa zwischen den Linien 1 und 46 – erkannt und gezielt aufgelöst werden. Dank dieser datenbasierten Planung optimierte man nicht nur Strecken, sondern auch die Fahrpläne. Erste Erfolge zeigen: Die Zahl der Fahrgäste steigt wieder.
Solihull: Erreichbarkeit verbessern, Umstiege vermeiden
Der Verkehrsverbund Transport for West Midlands (TfWM) stand in Solihull, UK, vor einem Problem, das viele Regionen kennen: In den Außenbezirken wohnen Menschen, die tägliche Wege zu Arbeitsplätzen, Schulen oder auch Krankenhäusern zurücklegen müssen – mit unzureichender ÖPNV-Anbindung.
Durch die Nutzung von PTV Lines konnte TfWM verschiedene Szenarien simulieren und die Linie X12 neu strukturieren. Ergebnis: Über 1.300 Haushalte mehr erreichen zentrale Einrichtungen nun ohne Umstieg. Die intuitive Benutzeroberfläche ermöglichte es, innerhalb kürzester Zeit fundierte und politisch verwertbare Entscheidungen zu treffen. Auch physische Einschränkungen wie Brückenhöhen flossen problemlos in die Planung ein.
TTK: Beratung effizienter und nachvollziehbarer gestalten
Nicht nur Betreiber und Verwaltungen profitieren – auch Beratungsunternehmen wie die TransportTechnologie-Consult GmbH, kurz TTK, setzen PTV Lines ein, um die Qualität und Effizienz ihrer Planungsleistungen zu steigern. Im Rahmen eines Friendly User Tests (FUT) nutzte TTK die Software im Projektgebiet Fougères (Frankreich).
Ziel war es, das bestehende Busnetz vor dem Betreiberwechsel 2026 zu evaluieren und Empfehlungen für die Umstrukturierung zu geben. Die Testphase zeigte deutliche Vorteile:
• 50% Zeitersparnis bei der Berechnung von Netzindikatoren
• Nahtlose Integration von Schul- und Ferienfahrplänen
• Schnelle Vergleichbarkeit von Szenarien für interne Workshops und politische Entscheidungsfindung
„PTV Lines ist ein extrem wertvolles Tool für die schnelle Erstellung von Szenarien und die kartenbasierte Visualisierung trägt sofort zu einem besseren Verständnis bei“, fasst Ralf Frisch, Verkehrsexperte und Business Development Manager bei der PTV Group, zusammen. „So lassen sich geplante Umstrukturierungen im öffentlichen Verkehrsnetz sinnvoll bewerten.“
AMINA: Datenbasiert in die Zukunft
Der bayerische Verkehrsverbund AMINA verfolgt einen besonders strategischen Ansatz. Ziel ist nicht nur die Optimierung einzelner Linien, sondern der Aufbau eines regionalen Verkehrsmodells mit integrierter Datenbasis – dem sogenannten REMOSI-Modell.
Mit Unterstützung von PTV Lines und PTV Visum wurden bestehende Netze analysiert, neue Linienverläufe geplant, z. B. Schnellbuslinien zwischen Aschaffenburg und Marktheidenfeld, und die Auswirkungen geplanter Maßnahmen auf Fahrzeiten, Nachfrage und Umweltwirkungen berechnet. Ein besonderer Fokus lag auf dem Zusammenspiel von Linienführung, Nachfrageentwicklung und ökologischen Zielen.
Warum es funktioniert: einfach, transparent und praxisnah
Was alle vier Anwendungsbeispiele verbindet, ist nicht nur die eingesetzte Technologie, sondern vor allem die Art und Weise ihrer Anwendung. Die eingesetzte Software reduziert die Eintrittshürden für datenbasierte Angebotsplanung und macht den Einstieg in die Digitalisierung leicht – egal ob im ländlichen Raum, in der Großstadt oder bei interkommunaler Zusammenarbeit.
„Unabhängig von den besonderen Charakteristika oder Herausforderungen einer Stadt: Verkehrsverbände und Beratungsfirmen brauchen für ihre Entscheidungsfindung eine gute Übersichtlichkeit, Flexibilität und umfassendes Datenmanagement. Nur so lässt sich der ÖPNV zukunftssicher und digital gestalten“, sagt Frisch.
Die Software liefert dabei nicht nur valide Entscheidungsgrundlagen, sondern erleichtert auch die Kommunikation zwischen Fachabteilungen, politischen Gremien und der Öffentlichkeit – ein oft unterschätzter Erfolgsfaktor in Verkehrsprojekten.
Kein technologisches Luxusprojekt
„Die digitale Transformation des öffentlichen Verkehrs ist kein technologisches Luxusprojekt“, so Frisch, „sie ist eine notwendige Voraussetzung für nachhaltige und klimafreundliche Mobilität.“ PTV Lines zeigt, wie Digitalisierung in der Angebotsplanung pragmatisch und nutzerorientiert funktionieren kann. Und das unabhängig vom Anwendungsfall.
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